Page 5 - kaihô Januar/Februar 2018
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Liebe Mitglieder und Freunde der DJG in Bayern,

das japanische Neujahr steht in Japan im Zeichen der Familie und des traditionellen
Schreinbesuchs. Es ist die einzige Zeit in der die öffentlichen Verkehrsmittel auch in der
Nacht fahren und in der selbst die Kaufhäuser geschlossen sind. In den Familien gibt es
traditionelles japanisches Essen. Bekannt sind besonders die japanischen Reiskuchen
Mochi, die so klebrig sind, dass sie teilweise nur mit großer Mühe heruntergeschluckt
werden können. Jedes Jahr gibt es Zeitungsberichte über Notarzteinsätze, die durch den
Verzehr von Mochi ausgelöst wurden.

In japanischen Unternehmen und Organisationen wird die Jahreswende auf zweierlei
Weise gefeiert. Zum einen gibt es die Bonenkai – Feier zur Verabschiedung des alten
Jahres – die im Dezember gefeiert wird und zum anderen die Shinnenkai - Feier zur
Begrüßung des neuen Jahres – die im Laufe des Januars stattfindet. Seit vielen Jahren
folgen wir dieser Tradition und bieten auch einen Shinnenkai an. In diesem Jahr wird
diese Veranstaltung – unter anderem mit japanischem Schwerttanz – am Samstag, den
20.01., im Museum Fünf Kontinente in München stattfinden. Im repräsentativen Foyer
des Museums findet zum Abschluss das japanische Bankett statt. Wir würden uns freu-
en, wenn wir Mitglieder und Freunde der DJG Bayern zahlreich begrüßen könnten.

Die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo werfen ihr Schatten voraus. In dem traditionel-
len Frühjahrsvortrag des Repräsentanten des Freistaats Bayerns, Herrn Dr. Christian
Geltinger, für die Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft wird er über die
neuesten Entwicklungen berichten. Wegen des in den letzten Jahren immer weiter an-
steigenden Interesses an dem Bericht Dr. Geltingers, wird der Vortrag dieses Jahr erst-
malig im Gasteig stattfinden. Eines der Themen wird übrigens eine derzeit in Japan sehr
präsente Sammelaktion sein. Da die Olympischen Spiele unter dem Zeichen der Nach-
haltigkeit stehen, werden derzeit Altgeräte gesammelt, um die dort enthaltenen Edel-
metalle auszuscheiden, um daraus die Medaillen herzustellen. Entsprechend heißt das
Projekt auch „minna no medaru“ (die Medaille von Jedermann). Ich denke, dass dies
eine schöne Initiative ist, um das Thema Recycling in die japanische Öffentlichkeit zu
tragen.

Im Namen des gesamten Vorstands wünsche ich Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und
einen guten Start in das neue Jahr. Wir wünschen uns, dass Ihnen unser Angebot in die-
sem Jahr gefallen hat und werden versuchen, Ihnen auch im kommenden Jahr Japan in
Bayern etwas näherzubringen.

Mit freundlichen Grüßen





Kaihô No. 1/2018 Januar/Februar 2018 Seite 5
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