独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Vortrag: „Lachen und Weinen — Buddhistische Prediger-Mönche in der mittelalterlichen Literatur Japans“
(Lichtbildervortrag von Herrn Prof. Dr. Hartmut Rotermund)

Freitag, 21.09.2007 (Beginn: 19:00 Uhr)

Der Tradition nach begann die Predigt-Tätigkeit in Japan mit dem bekannten Kronprinzen Shôtoku taishi, welcher schon bei der Übernahme des Buddhismus, Mitte des 6. Jahrhunderts, eine führende Rolle gespielt hatte. Tatsache ist allerdings, dass von jenem Zeitpunkt an, und mehrere Jahrhunderte hindurch, Predigen nur eine in ritualisierter Form ausgeführte Übung des Klerus war, und dass eine populäre, auf Missionierung gerichtete Tätigkeit erst zu Beginn des Mittelalters (Ende des 12. Jahrhunderts) in vollem Umfang belegt werden kann.

Nach einem kurzen Abriss des Bildes der Prediger-Mönche an der Schwelle zum Mittelalter, so wie es aus literarischen Quellen erschlossen werden kann, nach einigen Bemerkungen zu ihrer Ausbildung und ihren Techniken, wird der Vortrag an Hand von kurzen, beispielhaften Erzählungen (vergleichbar den westlichen exempla) eines bekannten Predigermönchs des 13. Jahrhunderts näher auf eines der augenfälligsten Elemente der mittelalterlichen japanischen Predigt eingehen, nämlich die Lachen (oder — in geringerem Maße — Weinen) provozierende Rhetorik als Mittel der Popularisierung buddhistischer Ideen. Hintergrund dieser oft in recht rohem Ton belustigenden Geschichten ist ein auf den ersten Blick verzerrt erscheinendes Bild jener heiligen Männer, die sich im Zuge der Verbreitung des Buddhismus im volkstümlichen Predigen übten. Die Rolle der Prediger-Mönche ganz allgemein lässt sich durch die gesamte japanische Geschichte nachzeichnen, sie hat einen gewissen Höhepunkt in der Meiji-Zeit erreicht, in einer Epoche also, als dem schon durch den staatlich verordneten National-Shintoismus überschatteten Buddhismus das neu zugelassene Christentum als bedrohlicher Konkurrent erschienen war.

Kurzbiographie von Prof. Dr. H. Rotermund, Directeur d’Etudes émérite à l’Ecole Pratique des Hautes Etudes/Sorbonne, Section des Sciences Religieuses:
- Studium der Sinologie, Japanologie, Ethnologie (Hamburg, Paris, Tokyo), 1967/6 Dr. phil. an der Universität Hamburg, 1967/68 Lektor für Japanologie an der Universität Würzburg.
- 1968/2: Berufung an die Ecole Pratique des Hautes Etudes /Sorbonne, Paris [Chaire: „Religions et traditions populaires du Japon“].
- 1995-2004: Directeur de l’UMR “Civilisation Japonaise” du Centre National de la Recherche Scientifique [CNRS], Paris.
- 2004-2006: Gastprofessor an der Otani University, Kyôto.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder frei / Gäste € 5,-

Veranstaltungsort

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, Amalienstr. 38, 80799 M√ľnchen

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

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