| 独日協会 | Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V. |
Donnerstag, 15.11.2007 (Beginn: 19:00 Uhr, Ende vsl. 20:30 Uhr)
Einführung in die Herkunft auch die religiös.-magische Funktion des Sumō als Fruchtbarkeitsorakel sowie als ein Ritual zur Steigerung der Fruchtbarkeit, zur Vertreibung von Krankheit und Übel und zur Besänftigung von Göttern und Geistern — mit Bildern aus der Geschichte, von archaisch anmutenden Sumō-Festen, einer Ringweihe sowie vom Verlauf eines Ringkampfes.
Jedem, der Sumō mit dem Ring- oder Boxkampf im Westen vergleicht, wird rasch auffallen, daß sich der japanische Ringkampf Sumō von diesen westlichen Sportarten vor allem durch sein sorgfältig ausgearbeitetes Ritual und die höflichen Umgangsformen unterscheidet, mit denen die Ringer, die Schiedsrichter und alle anderen Beteiligten miteinander umgehen.
Zwar kann man sich – nach kurzer Gewöhnung an die Leibesfülle der Ringer – am Sumō als Kampf- und Wettbewerbssport auch erfreuen, ohne die Bedeutung des die Ringkämpfe begleitenden Rituals zu kennen. Doch zu einem tieferen Verständnis und Genuß des Sumō wird man nur gelangen, wenn man neben den sportlichen auch die religiös-rituellen und theatralischen Elemente dieses Sports kennt.
Herr Dr. Pauly möchte Ihnen in seinem etwa 90 kurze Minuten dauernden Dia-Vortrag im ersten Teil neben einer Einführung in die Herkunft auch die religiös-magische Funktion des Sumō als Fruchtbarkeitsorakel sowie als ein Ritual zur Steigerung der Fruchtbarkeit, zur Vertreibung von Krankheit und Übel und zur Besänftigung von Göttern und Geistern nahe bringen. Nach Bildern aus der Geschichte und von archaisch anmutenden Sumō-Festen folgen im zweiten Teil des Vortrags Dias von einer Ringweihe sowie selbstverständlich vom Verlauf eines Ringkampfes mit den ihn begleitenden Ritualen, deren Erklärung zu einem ganzheitlichen Verständnis des Traditionsports Sumō verhelfen wird.
Ulrich Pauly * 1948
Zwischen 1971 und 2000 über zwanzig Jahre Aufenthalt in Japan. 1985 Promotion in Japanologie und Vergleichender Religionswissenschaft an der Universität Bonn. 1987-2000 Wissenschaftlicher Referent der OAG (Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) in Tōkyō. Seite Mitte 2000 Lektor (u.a. für die OAG), wohnhaft in Bonn.
Mitglieder frei / Gäste € 5,-
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