独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
in Bayern e.V.

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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Vortrag: Moderne Architektur in Japan - Leben mit Utopia
(Vortrag mit Bildbeispielen von Prof. Dr. Manfred Speidel)

Freitag, 13.11.2009 (Beginn: 19:00 Uhr)

Wie viele Aspekte der japanischen Kultur und Gesellschaft, wurde die Architektur stark durch den technologischen Fortschritt beeinflusst. Die Notwendigkeit des Wiederaufbaus Japans nach dem Zweiten Weltkrieg stimulierte auch die Architektur; innerhalb kürzester Zeit waren die Städte wieder funktionsfähig, aber ihr Aussehen hatte sich stark verändert. Die gegenwärtige Gestalt japanischer Städte ist zugleich Resultat und Beitrag zu architektonischen Grundideen des 20. Jahrhunderts. Die in der Meiji-Zeit eingeführten Bautechniken, Materialien und Stile ermöglichten den Bau neuer Stahlbetongebäude, die mit traditionell errichteten Gebäuden in Kontrast standen. Wie auch an anderen Orten gibt es einen großen Unterschied zwischen der Anhäufung von Wohn- und Geschäftsgebäuden und großen öffentlichen Gebäuden und Bürotürmen.

Japans architektonische Nachkriegs-Utopien beginnen mit Ende der 1950er Jahre. Visionen schwimmender Städte und technologisch hoch entwickelt gedachten Bausystemen fanden in biologischer Analogie unter dem Begriff „Metabolismus“ weltweit Beachtung. Ihr Initiator war Kiyonori Kikutake.

1950 trat Kenzo Tange ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit mit den Bauten für das Friedenszentrum in Hiroshima und mit repräsentativen Verwaltungsbauten, denen es gelang, die feingliedrige Ästhetik japanischer Holzbaukunst mit moderner Stahlbetontechnik zu verbinden.

Nach 1970 verließen die älteren Avantgardisten wie auch ihre Schüler diese idealistischen Pfade und suchten die Realität der Großstädte zwischen Chaos und Auflösung auf verschiedene Weise wohnlich zu machen. Das kleine Haus und Gemeinschaftsbauten blieben Themen der Architektur. Die Jahrtausendwende wurde wieder mit futuristisch gigantischen Strukturentwürfen begrüßt.

Univ.-Prof. i.R. Dr.-Ing.(Japan) Manfred Speidel wurde 1938 geboren und schloss 1965 sein Studium an der Fakultät für Architektur an der Technischen Hochschule in Stuttgart ab. Er lebte von 1966 bis 1975 in Japan und promovierte an der Waseda Universität in Tokyo. Von 1975 bis 2003 forschte und lehrte er an der RWTH Aachen Theorie der Architektur: Geschichte der modernen Architektur, Architekturanthropologie, experimenteller Lehmbau, japanische Architektur. Seit 1988 Dokumentation und kommentierte Publikation des literar- ischen Gesamtwerkes von Bruno Taut. Mehrere Ausstellungen zum Werk Tauts in Japan und Deutschland. Seit 1997 ist er im Vorstand der Stiftung zur Förderung japanisch-deutscher Wissenschafts- und Kulturbeziehungen (JaDe) in Köln und seit 2006 im Vorstand der Deutsch-Japanischen Kulturgesellschaft Aachen.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder gratis, Nichtmitglieder 5 Euro

Veranstaltungsort

Bibliothekssaal der Staatlichen Münzsammlung München, Residenzstr. 1, 80333 München

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
E-Mail: <djg-muenchen@t-online.de>, Internet: <http://www.djg-muenchen.de/>
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