独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Diavortrag: Bemerkungen zur Kulturgeschichte der japanischen Schrift
(Vortrag von Prof. Dr. Hartmut O. Rotermund)

Dienstag, 27.07.2010 (Beginn: 19:00 Uhr)

Vor der Übernahme der chinesischen Ideogramme besaß Japan eine schriftlose Kultur. Erst die Annahme dieser Schriftzeichen und die folgende Weiterentwicklung zu zwei Silbenalphabeten gestattete es, die japanische Sprache schriftlich zu fixieren. Zu allen Zeiten jedoch war die japanische Schrift von sehr großer Komplexität. Heute umfasst sie vier Arten von Schriftzeichen: die chinesischen Ideogramme, die auf der Basis dieser chinesischen Zeichen entwickelten zwei Silbenalphabete [hiragana und katakana], sowie die lateinische Schrift [rôma-ji]. Hinzu kommen allenfalls noch die Sanskrit-Zeichen, die sich in buddhistischen Texten, auf Stupas oder auf den Toten-Täfelchen finden, wo sie mit den chinesischen Zeichen koexistieren. Die Anzahl der realiter im täglichen Leben benutzten chinesischen Zeichen ist relativ beschränkt: von den 48.902 Ideogrammen, die das größte Zeichen-Lexikon zählt, benutzt man lediglich ungefähr 3000, von denen wiederum 1850 „Zeichen im allgemeinen Gebrauch“ als absolutes Minimum angesehen werden.

Anhand zahlreicher Lichtbilder gibt der Vortrag zunächst einen Überblick über die historische Entwicklung der japanischen Schrift und den Platz der verschiedenen Schrift-Formen innerhalb der japanischen Kulturgeschichte. In einem zweiten Teil wird näher auf den alle Sektoren des täglichen Lebens berührenden Gebrauch dieser Schrift-Formen eingegangen, insbesondere auf ihre Bedeutung im magico-therapeutischen Bereich der Krankenheilung, in Religion [Zen] und Volksbrauchtum, sowie auch in den so beliebten Zeichen–Spielen; weiter werden einige Ausdrucksformen auf dem Gebiet der Kunst [Kalligraphie] vorgestellt.

Kurzbiographie Prof. Dr. Hartmut O. Rotermund:
- Studium der Sinologie und Japanologie in Paris, Hamburg, Tokyo
- 1967 Dr. Phil. [Universität Hamburg]
- 1968 Professor [= Directeur d’études] à l’Ecole Pratique des Hautes Etudes/Sorbonne, Paris; Lehrstuhl: “Religions et Traditions populaires du Japon”
- 2007 sq. Directeur d’études émérite [= Professor emeritus] à l’EPHE/Sorbonne, Paris

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder gratis; Nichtmitglieder 5 Euro

Veranstaltungsort

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, Amalienstr. 38, 80799 M√ľnchen

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

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