独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
in Bayern e.V.

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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Vortrag: Das japanische Nô-Theater sehen, hören und verstehen lernen
(Vortrag von Prof. Dr. Peter Pörtner)

Freitag, 14.01.2011 (Beginn: 19:00 Uhr)

Nō ist ein traditionelles japanisches Theater, das traditionell nur von Männern gespielt und musikalisch begleitet wird. Seit dem beginnenden 20. Jahrhundert erlangen auch immer mehr Frauen den Status professioneller Nō-Darsteller. Meist trägt der Hauptdarsteller (Shite) eine Maske. Die traditionellen Themen betreffen meist japanische oder chinesische Mythologie oder Literatur. Einige Nō-Theaterstücke befassen sich mit Gegenwartsthemen. Das Nō-Theater wurde im 14. Jahrhundert von Kanámi und seinem Sohn Zeami Motokiyo Zeami geschaffen. Damals waren Nō-Schauspieler auch gleichzeitig die Autoren der Stücke. Zeami war einer der berühmtesten Nō-Theoretiker. In der Edo-Zeit (zwischen 16. und 19. Jahrhundert) war es ein Privileg der Samurai, das Nō-Theater zu spielen und zu besuchen. Damals hatten Nō-Schauspieler den erblichen Samuraistatus. Vier bedeutende Nō-Theaterschulen ( Kanze, Hōshō, Komparu und Kongō) bildeten alle Nō-Schauspieler aus. Auch die Nō-Musiker und Nebenrollenschauspieler kamen aus diesen vier Häusern. Dieses Iemoto-System gibt es bis heute. In der Meiji-Zeit kam die Kita gleichberechtigt als fünfte Schule hinzu. Das Nô-Theater ist im Theaterleben Japans nach wie vor lebendig. Es ist ein Gesamtkunstwerk aus Wort, Musik und Tanz mit seiner 600jährigen Geschichte und besteht aus Schauspielern, einem Orchester sowie einem Chor. Das Nô-Theater, Essenz japanischer Ästhetik, fasziniert vor allem durch seine prächtigen Kostüme sowie durch seine Modernität, die im Zusammenspiel von Musik und minimalistischen, symbolträchtigen Tanzbewegungen liegt.

In seinem Vortrag wird Prof. Pörtner uns ein Verständnis über das Nô-Theater vermitteln. Prof. Dr. Peter Pörtner wurde 1953 in Limburg a. d. Lahn geboren. Er studierte von 1972 – 1979 Ostasienwissenschaften, Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft in Marburg und Tübingen. Von 1979 – 1981 folgte ein Studium an der Universität Tokyo. 1981 – 1984 war er als Lektor an der Gaikokugo Daigaku Osaka tätig, von 1984 -1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent am Seminar für Sprache und Kultur Japans an der UniversitätHamburg. 1990 promovierte er mit einer Arbeit über Nishida Kintaro ́s Zen no kenkyu, 1991 verfasste er seine Habilitation zum Thema „Wahnsinn, Besessenheit und deviates Verhalten in ausgewählten literarischen und dokumentarischen Texten der japanischen Vormoderne“. Seit 1992 ist er Professor für gegenwartsbezogene Japanologie und Leiter des Japan-Zentrums der Universität München. Außerdem war er von 1995 – 1998 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Japanforschung e. V. Er unterhält zwischenzeitlich Gastprofessuren an den Universitäten Tokyo und Osaka.

Eintritt / Teilnahmegebühr

5 Euro; Mitglieder gratis (Freikarte bei München-Ticket anfordern)

Veranstaltungsort

Vortragssaal der Münchner Stadtbibliothek am Gasteig, Rosenheimer Str. 5, München

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
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