独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Vortrag: Die Kirschblütenreise
(Buchvorstellung und Lesung)

Dienstag, 07.06.2011 (Beginn: 19:00 Uhr)

Das Buch befasst sich mit der Modernisierung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Insbesondere stellt es die Entwicklung in einer einzelnen japanischen Familie dar.

Aus zahlreichen Vorträgen kennen wir die Geschichte der Modernisierung Japans seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. In unglaublich kurzer Zeit musste sich Japan aneignen, wofür der Westen Jahrhunderte Zeit gehabt hatte. Das ging nicht ohne große Opfer der Menschen ab, die gelegentlich zu den Gewinnern, häufig zu den Verlierern der Entwicklung gehörten. Wie sich in einer einzelnen Familie diese Entwicklung spiegelt, erzählt die Japanerin Miki Sakamoto in ihrem jetzt erschienen Buch „Die Kirschblütenreise“.

Die Geschichte beginnt mit der Geburt ihrer Großmutter Nao 1895, die aus einem selbstbewußten Clan auf Kyushu stammt. Im Tokio des neuen Kaisers Meiji wächst sie heran, ganz aufgehoben in der traditionellen Atmosphäre der Familie mit vielen Geschwistern. Aber es schweben Schatten über den Menschen. Japan hat sich entschlossen, auch dem Imperialismus der westlichen Staaten zu folgen und selbst das zu tun, was es erfolgreich abgewehrt hatte: Kolonien und Einflussgebiete zu gewinnen. Erkauft werden die Expansionen durch einen hohen Blutzoll, den Verlust der Söhne und Enkel in den Kämpfen Japans, die immer unerbittlicher werden. Die Familie gedeiht, es ist noch die Zeit hoher Kinderzahlen; die Last der Geburten müssen die Frauen tragen, auf die aber auch immer mehr die Versorgung der Familien zukommt. Die traditionelle gepflegte Lebensweise lässt sich nicht mehr aufrecht erhalten.

Japan – und hier die ganze Familie von Nao – erlebt den Zweiten Weltkrieg mit seinem ganzen Elend wieder auf Kyushu. Zwar wird sie nicht zum Opfer der Atombombenabwürfe, aber materielle Not und die vielen Unwägbarkeiten treffen die Familie. Mit den Enkelinnen bricht eine neue Zeit an. Die Heldin der Geschichte, Nao, stirbt 1959. Eingestreut in die Erzählung vom Schicksal der Familie sind kurze Kapitel, die die historischen Wendepunkte in der Geschichte Japans erläutern und auf diese Weise den Hintergrund der Familiengeschichte erläutern. Auf der anderen Seite gewinnt diese damit den historischen Bezug zu den großen Geschehnissen in Japan.

Miki Sakamoto wurde in Kagoshima auf Kyushu als Enkelin von Nao geboren. Ihr Studium, das sie in Tokio begonnen hatte, setzte sie in München fort. 2005 und 2007 veröffentlichte sie Gedichtbände. Zum 850. Stadtgeburtstag erschien 2007 im Herbig Verlag ihr Buch „Münchner Freiheit“. Darin richtet sie ihren fernöstlichen Blick auf die „Weltstadt mit Herz“.

Im Anschluss an die Lesung signiert die Autorin ihr Buch.

Eintritt / Teilnahmegebühr

gratis

Veranstaltungsort

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

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