独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
in Bayern e.V.

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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Shinnenkai
(Traditionelle japanische Jahresbeginnfeier, mit einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Pantzer über die Preußische Ostasienexpedition (1861))

Samstag, 21.01.2012 (Beginn: 18:30 Uhr)

Die Eulenburg-Mission 2011 war kein besonders gutes Jahr für Japan, auch das ist ein Grund dafür, dass wir das Jahresende nicht mit einem Fest begehen wollten.In der Hoffnung, dass das Jahr 2012 etwas glücksverheißender sein wird, wird die DJG in Bayern den Jahresanfang mit einem traditionellen Shinnenkai einleiten.

Im Programm hören wir einen etwa halbstündigen Vortrag von Herrn Prof. Dr. Pantzer über die Preußische Ostasienexpedition, deren 150stes Jubi-läum wir 2011 begangen ha-ben. Herr Prof. Dr. Pantzer ist den Mitgliedern sehr bekannt von seinen zahlreichen Vorträgen, die immer in einem vergnüglichen Tonfall vorgetragen werden. Der Japanisch-Deutsche Projektchor wird den Vortrag mit japanischen Kunst- und Volkslie-dern einrahmen. Anschließend werden ein reichhaltiges japanisches Buffet und Getränke angeboten.

Diplomatisch korrekt ist zunächst von preußisch-japanischen Beziehungen zu sprechen. Preußen war der größte und einflussreichste Staat innerhalb des Deutschen Bundes, betrachtete sich somit auch außenpolitisch als Zugpferd deutscher Interessen in Europa wie in Übersee. Die drei Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck mit ihren beeindruckenden Handelsflotten brachten im Übrigen die lebhafteste Motivation ins Rennen, mit Japan in einen Handelsverkehr zu treten. Bloß - eine Kriegsmarine besaßen sie nicht, um ihren Wünschen Nachdruck zu verleihen. Damit war Preußen am Zuge, das gerne seine Schutzmachtfunktion über die kleineren Staaten des Deutschen Bundes auszuweiten gedachte. Das Ziel war somit klar: Preußen entsendet eine Flotte, bestehend aus vier Schiffen, und ringt Japan Handelsrechte für alle deutschen Staaten ab. An der Spitze des diplomatischen Stabes stand als Botschafter Graf Fritz zu Eulenburg.

Die Aufnahme der Beziehungen mit Japan war komplizierter als gedacht. Seit 1854 hatten bereits einige andere westliche Staaten mit Japan Handelsverträge abgeschlossen. Da sich aber die japanische Öffentlichkeit bis hinauf in die Regierung mehr erpresst vorkam als zum gleichberechtigten Partner erkoren zu sein, schlug den preußischen Absichten heftiger Wind entgegen. Die Gespräche zogen sich über Monate hin. Auch ein dramatischer, ja tragischer Zwischenfall blieb dem Verhandlungsteam nicht erspart: auf den Gesandtschaftsdolmetscher wurde von Samurai, die jeglichen Kontakt mit dem Ausland ablehnten, ein tödliches Attentat verübt.

Endlich, Ende Januar 1861, war dem preußischen Unternehmen ein Erfolg beschieden. Ein Vertrag wurde abgeschlossen. Mit dem Wermutstropfen, dass der Vertrag nur für Preußen galt und für Mecklenburg. Die anderen deutschen Staaten - auch Bremen - mussten noch etliche Jahre warten oder ihre Schiffe unter preußischer Flagge segeln lassen. Im Blick zurück war es dennoch für das Verhältnis der beiden Länder Deutschland und Japan ein bedeutsamer Schritt gewesen. Farbenprächtige, spannende Bild- und Schriftzeugnisse der Zeit ermöglichen uns, in das Japan des Gesandten Eulenburg eineinhalb Jahrhunderte zurückzukehren.

Prof. em. Dr. Peter Pantzer, geb. 1942 in Salzburg, Studium der Neueren Geschichte u. Japanologie an der Universität Wien, Dr. phil 1968. Nach Studium in Japan (1968/71) sowie Assistenten- und Dozentenjahren in Wien, 1988 Berufung nach Bonn als Professor an das Japanologische Seminar der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, 1998-2002 Chairman der European Association of Japanese Resource Specialists, seit 2000 Ehrenvorsitzender der DJG Bonn; Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte, Kunst und Kultur Japans.

Eintritt / Teilnahmegebühr

€ 25,00, Schüler und Studenten € 15,00, Nichtmitglieder € 30,00, zahlbar bis 19.01.2012 auf das Konto der DJG: Kto. 0331642700, Commerzbank (BLZ: 70080000)
Anmeldung: bis zum 19.01.2012 bei der Geschäftsstelle der DJG, telefonisch, per Fax oder e-mail (djg-muenchen@t-online.de)

Veranstaltungsort

Staatliches Museum für Völkerkunde, München, Maximilianstr. 42

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
E-Mail: <djg-muenchen@t-online.de>, Internet: <http://www.djg-muenchen.de/>
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