独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
in Bayern e.V.

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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Siebold und Hokusai — Eine Begegnung
(Lesung von Dr. Andrea Hirner aus ihrem neuen Buch „Die blaue und die rote Seite des Lebens“ mit Lichtbildern)

Donnerstag, 19.09.2013 (Beginn: 19:00 Uhr)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Entdeckung der Welt weit fortgeschritten. Europäer schwärmen aus, um zu messen, zu wiegen, zu sammeln und zu katalogisieren, was vor ihren Augen liegt. Einer von ihnen ist Philipp Franz von Siebold aus Würzburg, der ganz im Geiste von Alexander von Humboldt das für Japan werden will, was sein Vorbild für Südamerika war. 1823 kommt er zum ersten Mal auf die Insel Deshima im Hafen von Nagasaki, wo er sofort sein Leben als Forscher und Arzt beginnt. Er wird freundlich aufgenommen, denn auch Japaner sind inzwischen an diesen neuen Denkweisen des Westens interessiert. Die holländischen Kaufleute auf der Insel, mit denen er zusammen leben muss, folgen allerdings einem anderen Dreigestirn von Schmuggel, Schnaps und japanischen Kurtisanen, die Abwechslung in ihr sonst ödes Leben bringen. Das Leben dort ist nicht immer einfach. Auch Siebold passt sich den Sitten der Zeit an und hat bald eine „Frau auf Zeit“, verliert aber nie sein eigentliches Ziel aus den Augen.

Als Gesandtschaftsarzt reist er zum ersten Mal durch das Land, auf dem Tôkaidô, was ihm neue Möglichkeiten zur Erforschung Japans bietet. In Edo (Tôkyô) lernt er den greisen Maler Katsushika Hokusai kennen, der begierig ist, mehr über die fernen Länder des Westens zu erfahren. Siebold ist ihm ein willkommener Gesprächspartner. Und während ihm sein junger Freund den Westen und den wissenschaftlichen Blick auf die Welt erklärt, öffnet Hokusai ihm die Augen für Schönheit und Sinnlichkeit. Siebold schenkt ihm dafür die importierte Farbe „Berliner Blau“, die Hokusai und seine Kollegen begeistert und zur „blauen Periode“ der japanischen Holzschnittkunst führt.

Mit seiner Frau O-Taki hat Siebold im Jahr darauf eine Tochter, die er bei seiner Rückkehr zurücklassen muss, die ihn aber für immer mit Japan verbinden wird. Er vergisst den greisen Maler nicht und ist der erste in Europa, der Abbildungen aus einem Zeichenlehrbuch von Hokusai in seinen Büchern veröffentlicht.

Das Buch interpretiert frei Siebolds Leben auf Deshima und die Geschichte seiner Begegnung mit Hokusai in Edo, folgt aber den historischen Vorgaben und ist inspiriert von einigen Werken Hokusais.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder der DJG frei, Gäste 5 EUR.

Veranstaltungsort

Bibliothekssaal der Staatlichen Münzsammlung München, Residenzstr. 1, 80333 München

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
E-Mail: <djg-muenchen@t-online.de>, Internet: <http://www.djg-muenchen.de/>
Bürozeiten: Montags und Donnerstags jeweils von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr

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