独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
in Bayern e.V.

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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Shōguns künstliche Gesichter auf dem Weg von Tōkyō-Shiba nach Leipzig
(Vortrag von Dr. Thomas Grigull)

Mittwoch, 16.10.2013 (Beginn: 19:00 Uhr)

Die OAG (Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) ist mit ihren 140 Jahren eine ehrwürdige Institution und bezeugt das große Interesse der Meiji-Deutschen an Japan. Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung wurde im Vereinshaus der OAG, das sie bis 1878 im Tenkô-in in Tôkyô-Shiba bewohnte, ein Museum der japanischen Alltagskultur eröffnet, das gegen Eintritt allen Bürgern der Hauptstadt zugänglich war. Nach der Rückkehr der Kommission, die den japanischen Beitrag zur Weltausstellung in Wien 1873 vorbereitet hatte, wurde dieses Museum neu strukturiert und durch Erwerbungen aus Regierungssammlungen und privaten Quellen stark erweitert. Darunter befanden sich Masken für das Nô-Spiel aus dem Besitz der Shôgun-Sippe der Tokugawa.

Nô-Maske

Doch 1878 wurde die Sammlung aufgelöst und nach Leipzig (an das Völkerkundemuseum) verschenkt. Gleichzeitig zog die OAG in eine neue Unterkunft im Yashima-Seidô, wo sie bis 1881 blieb. Vermutlich stand der Umzug im Zusammenhang mit der Schenkung nach Leipzig. Fürst Iwakura Tomomi, der die „Iwakura-Mission“ von 1872 und 1873 in 12 Staaten geleitet hatte, ließ gerade 1881 eine neue Gesellschaft zur Pflege des Nô-Spiels (Nôgakusha) gründen und eine neue Nô-Bühne in Shiba errichten. Die wertvollen Nô-Masken wird er vermisst haben. In Berlin registrierte das Auswärtige Amt erstaunt, dass die Sammlung nicht nach Berlin, sondern nach Leipzig ging. Der preußische Ministerresident Carl von Eisendecher berichtete genauestens aus Tôkyô über diese Vorgänge nach Berlin.

Der Vortrag rekonstruiert das OAG-Museum im Tenkô-in und richtet dabei sein besonderes Augenmerk auf die Maskensammlung aus Tokugawa-Besitz, die noch heute in Leipzig vorhanden ist. Herr Dr. Grigull wird dabei die Bedeutung dieser Ereignisse für die Frühgeschichte der Japanologie und die deutsch-japanischen Kulturkontakte in der Gegenwart skizzieren.

Dr. Tom Grigull: Studium der Theaterwissenschaft, Japanologie, Literaturwissenschaft und Theologie in Leipzig und Osaka. 2004 Magisterarbeit zu Bergglauben in Nô und Kyôgen. 2011 Dissertation an der LMU München über die OAG-Sammlung in Leipzig, japanische Larven und Masken. Gründer und Leiter des japanischen Festival „„Ohayô, Japan!“.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder der DJG frei, Gäste 5 EUR.

Veranstaltungsort

Bibliothekssaal der Staatlichen Münzsammlung München, Residenzstr. 1, 80333 München

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
E-Mail: <djg-muenchen@t-online.de>, Internet: <http://www.djg-muenchen.de/>
Bürozeiten: Montags und Donnerstags jeweils von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr

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