独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Nagasaki - 70 Jahre danach
(Geschichte, Mythen, Hintergründe. Vortrag von Prof. Dr. Klaus Vollmer (LMU München))

Mittwoch, 28.10.2015 (Beginn: 19:00 Uhr, Ende vsl. 20:30 Uhr)

Nur drei Tage nach Hiroshima traf am 9. August 1945 eine Atombombe Nagasaki, zerstörte weite Teile des Stadtgebietes und brachte Zehntausenden den sofortigen Tod. Menschen starben aber auch noch nach Monaten oder gar Jahren an den Folgen der nuklearen Katastrophe. Bekanntlich wurde die Tatsache, dass Japan als erstes und einziges Land der Welt Ziel von Atombomben geworden war, zu einem wichtigen Im-puls für die japanische Friedensbewegung und elementarer Bestandteil japanischer Erinnerungspolitik in den folgenden Jahrzehnten. Die japanische Identität der Nachkriegszeit war und ist stark durch ein solches Opferbewusstsein geprägt. Dabei stand global, aber auch in Japan selbst beim Stichwort „Atombombe“ Nagasaki im Schatten Hiroshimas, dessen Schicksal in diesem Kontext meist an erster Stelle gedacht wird. Andererseits etablierte sich etwa in der amerikanischen Öffentlichkeit schon früh der Mythos, dass erst die zweite Bombe auf Nagasaki das japanische Oberkommando tat-sächlich von der Notwendigkeit der Kapitulation überzeugt habe. Dass diese Darstellung nicht zutrifft, ja, dass im Lichte neuerer Forschungsergebnisse bisherige Interpretationen zum strategischen Einsatz der Atombomben überhaupt in Frage gestellt wer-den müssen, ist eine Erkenntnis, die sich erst langsam außerhalb von Fachkreisen verbreitet.

Das Jahr 2015 ist reich an historischen Jubiläen und Gedenktagen, die an die letzten Kriegsmonate und das Kriegsende im Pazifik vor 70 Jahren erinnern. Das globale Augenmerk richtet sich inzwischen allerdings viel stärker auf das Erinnern an die japanische Kapitulation am 15. August und auf die Worte, mit denen Japans politische Elite mit Fragen von Kriegsschuld und -verantwortung umgeht. Angesichts weitverbreiteter Aufrüstung und der Popularität neonationalistischer Strömungen in Ostasien ist der in der Gesellschaft tief verankerte und traditionell mit einer strikten Ablehnung von Nuklearwaffen verbundene Pazifismus in Japan scheinbar in die Defensive gera-ten. Der Vortrag möchte aus an die atomare Katastrophe von Nagasaki erinnern und dabei Einblick in die Erforschung ihrer Geschichte und Hintergründe geben.

Nach dem Abitur im Jahr 1978 und einer Ausbildung zum Diplom-Bibliothekar (FH) studierte Klaus Vollmer 1982–88 Japanologie, Neuere Deutsche Literatur, Religionswissenschaft, Geschichte und Sinologie an der Universität Hamburg. Nach der Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1993 absolvierte er zunächst einen Aufenthalt als Gastdozent an der Universität Ōsaka. Nach der Habilitation im Jahr 1997 folgten Lehrstuhlvertretungen in Duisburg und München, wo er seit 1998 den Lehrstuhl für Japanologie innehat.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder frei, Gäste: € 5,00

Veranstaltungsort

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft(IBZ), Amalienstr. 38, München

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
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