独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
in Bayern e.V.

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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Geisteraustreiber, Kämpfer, Sonnenrufer und Friedensbote
(Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Irene Wegner zum Jahr des Hahns in Japan und den anderen ostasiatischen Kulturen)

Mittwoch, 08.02.2017 (Beginn: 19:00 Uhr)

Nach dem traditionellen ostasiatischen Kalender regiert der Hahn, das zehnte der Tierkreistiere, über das Jahr 2017. Er löst damit den Affen ab und geht dem Hund voraus. Dabei soll er astrologisch für fünf wichtige Tugenden stehen. Durch seinen Kamm besitzt er die Krone des Geistes. Die Sporen an den Beinen stehen für Mut und Kampfeswillen, sein Krähen am frühen Morgen für Zuverlässigkeit, seine Achtsamkeit hinsichtlich des ganzen Hühnerhofs für seine Fürsorge und seine roten Körperteile für Schutz vor Feuer und Zerstörung. Hahnjahre sollen durch diese Eigenschaften geprägt sein und ebenfalls die in einem solchen Jahr Geborenen, wobei hier auch negative Züge wie Angeberei und Eigensinn zu Buche schlagen können. Aber was steht hinter diesen Zuordnungen? Seit wann sind sie nachweisbar, und woher kommen sie?

Scherenschnitt (Privatbesitz)

Bereits vor mehr als 4000 Jahren wurden in China Hahnenfiguren gefertigt, die möglicherweise kultischen Zwecken dienten. Vermutlich stand auch der Hahn mit Pate, als sich die Gestalt des mythischen Phönix herausbildete. In Japan wird die Sonnengottheit Amaterasu mit dem Krähen des Hahns in mythologische Verbindung gebracht, was geholfen haben soll, die Sonne wieder hervorzulocken. Allerdings haben neuere japanische Forschungen gezeigt, dass der Zusammenhang von Sonnenlicht und Hahnenschrei wohl gar nicht gegeben ist. Je intensiver man sich mit den Bedeutungsebenen des Hahns in Ostasien beschäftigt, desto klarer wird seine erstaunliche Ambivalenz. Einerseits ist er zuständig für die Ausrottung von „Gifttieren“, wie etwa Skorpionen. Aber wie kommt es, dass blutige Hahnenkämpfe Kult wurden und dabei mit dem eher pazifistischen Buddhismus vereinbar sind, ja der Hahn bis heute als Friedenssymbol dient? Im Vortrag wird versucht, die Konturen dieses Wesens etwas deutlicher zu machen.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder frei, Nichtmitglieder € 5,00

Veranstaltungsort

Bibliothekssaal der Staatlichen Münzsammlung München, Residenzstr. 1, 80333 München

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Marienplatz 1 / II, 80331 München, Telefon: <+49 89 221863>, Telefax: <+49 89 2289598>
E-Mail: <djg-muenchen@t-online.de>, Internet: <http://www.djg-muenchen.de/>
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