独日協会 Deutsch-Japanische Gesellschaft
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Tagesveranstaltung der DJG in Bayern e.V.

Samurai auf der Kinoleinwand: Zwischen Idealisierung und Gesellschaftskritik
(Vortrag von Dr. Andrea Grunert)

Mittwoch, 13.11.2019 (Beginn: 19:00 Uhr)

1868 endete in Japan die Herrschaft der Samurai, doch auf den Machtverlust folgte sehr bald eine Wiederbelebung der Ethik der Kriegerklasse, welche die Samurai über Japans Grenzen hinaus zu einer idealtypischen Figur gemacht hat. Das Kino hat wesentlichen Anteil an der Perpetuierung der Samuraikultur. Bereits in den ersten in Japan entstandenen und auf dem Repertoire des Kabukitheaters beruhenden Filmproduktionen stehen Samurai im Mittelpunkt.

Akira Kurosawa: Sieben Samurai (Shichinin no Samurai, 1954)

In den 1920er und 1930er Jahren haben Regisseure wie Masahiro Makino, Daisuke Ito und Sadao Yamanaka das jidai geki Genre (Historienfilme, meistens in der sog. Edo-Zeit, 1603-1868 angesiedelt) ethisch wie ästhetisch verändert und erzählen komplexe Geschichten von nihilistischen Helden. In den Kriegsjahren (1937-1945) hat das Militär die Codes des Bushidō (Weg des Kriegers) für seine Zwecke instrumentalisiert; in den ersten Jahren der Besatzung haben die Alliierten die Produktion von jidai geki verboten. In den 1950er Jahren erlebt das Genre eine neue Blüte, und dies nicht nur wegen der großen Zahl der in dieser Zeit gedrehten jidai geki. Meisterwerke wie Akira Kurosawas Sieben Samurai (Shichinin no samurai, 1954) beleben das Genre neu und heben sich vom Mainstream ab. Kurosawas Film zelebriert das Ideal des Samurai und formuliert gleichzeitig eine Kritik der Kriegergesellschaft. Kurosawas Samurai sind ambivalente Figuren, über die der Kodex ihrer Gesellschaftsschicht kritisch beleuchtet wird.

Die Filmwissenschaftlerin Dr. Andrea Grunert hat in Frankreich promoviert und dort vier Bände der Reihe „CinémAction“ herausgegeben. Sie ist Verfasserin des Dictionnaire Clint Eastwood (Paris, 2016). Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehört das japanische Kino. Zurzeit recherchiert sie über das Werk Kobayashi Masakis und den Schauspieler Mifune Toshiro.

Eintritt / Teilnahmegebühr

Mitglieder frei, Gäste 5 EUR

Veranstaltungsort

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, Amalienstr. 38, 80799 M√ľnchen (» in Google Maps anzeigen)

Inhalt und Layout © Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

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